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Bericht zum Adventsnachmittag
Da ich Bücher und Märchen liebe, und auch sehr gerne vorlese (meine eigenen Kinder können das bestätigen), entstand die Idee zu einem gemütlichen Vorlesenachmittag in der Adventszeit. Als dann jedoch 11 gespannte Kinderaugen- und Ohren sich um meinen Sessel scharten, war ich doch ein bisschen aufgeregt. Schließlich hatte ich so was ja noch nie gemacht. Aber ich glaube, es hat niemand gemerkt und ich hatte ja auch die tatkräftige Unterstützung von Katica Selzle und Gaby Hege.... |
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Wir hatten bei uns im Wohnzimmer eine kuschelige
Sitzecke hergerichtet, und mit Kerzen und einer Duftlampe
für weihnachtliche Stimmung gesorgt. Dann ging's los mit den
Märchen "Als der Strohalm tanzen lernte" von Albert Altenähr, und der
"Geschichte vom Weihnachtsglöckchen", geschrieben von Rolf
Krenzer.
Die Kinder waren übrigens nicht so interessiert an
den Autoren, und bemerkten irgendwann: "Das brauchst Du nicht
mehr sagen". Na ja, dann eben nicht, hätte doch sein
können, dass das jemand wissen will. Aber gesungen haben sie
dann aus voller Kehle, sowohl die Schul- als auch die
Kindergartenkinder, richtig schön war das.
Die Vorschulkinder haben sogar ihr aktuell einstudiertes Lied
:"Finstre Nacht, dunkle Nacht..." vorgetragen. Anschließend
war es Zeit für eine Pause mit Kinderpunsch, Bratäpfeln
und Lebkuchen.
Nach dieser Stärkung und einer kleinen
Spielpause startete die zweite Leserunde. Die kurze Geschichte
"Wozu die Liebe den Hirtenknaben veranlasste" von Karl Heinrich
Waggerl gab's als Einstimmung, dann eine lange:
"Weihnachtsüberraschungen" von Paul Maar. Diese Geschichte
fand nicht nur Anklang, weil der "Sams"- Autor sie geschrieben
hat, sondern weil dort auch ein Christbaum aus dem Fenster
fliegt. Das gibt es natürlich nicht alle Tage. Aber auch das
Gedicht von Hoffmann von Fallersleben: "Der Traum" wurde
aufmerksam verfolgt. Das gab es später auch als Kopie mit
nach Hause.Den Abschluss bildete das russische
Wintermärchen: "Onkelchen Langohr und der Zar von Russland",
welches von einer CD abgespielt wurde.
Mittlerweile war es
draußen dunkel geworden, die Kerzen leuchteten, die Kinder
lagen kreuz- und quer über den Sitzkissen, und schliefen
teilweise fast ein. Aber das machte ja nichts. Dann kamen schon
die ersten Eltern, um ihre Lieblinge abzuholen. Alle bekamen als
Adventsgruß eine "Kekskerze" und einen Weihnachtsstempel
mit nach Hause. Alles in allem war es ein richtig schöner
Nachmittag.
Vielen herzlichen Dank an Katica, die die Bratäpfel vorbereitet, und die schönen Kopien gemacht hat.
Danke auch an Gaby, für die gute Idee mit den Kekskerzen, das Bilderbuch und das Bereitstellen der Duftlampe.
Und ein riesengroßes DANKE an die Kinder, die so gut zugehört und mitgemacht haben.
Birgit Lang
Ich lag und schlief; da träumte mir
ein wunderschöner Traum:
Es stand auf unserm Tisch vor mir
ein hoher Weihnachtsbaum.
Und bunte Lichter ohne Zahl,
die brannten ringsumher;
die Zweige waren allzumal
von goldnen Äpfeln schwer.
Und als ich nach dem Baume sah
und ganz verwundert stand,
nach einem Apfel griff ich da,
und alles, alles schwand.
Da wacht ich auf aus meinem Traum,
und dunkel war's um mich.
Du lieber, schöner Weihnachtsbaum,
sag an, wo find ich dich?
Hoffmann v. Fallersleben